29. Juli 2026 Von der Anse de Pen Hir brechen wir am frühen Morgen auf, um rechtzeitig zum Kippen der Tide an der südlichen Einfahrt zum Chenal du Four zu sein.

Wir liegen noch vor Anker, die Sonne scheint, es ist ein wunderschöner Morgen und dann….kommt Nebel auf. Das kann doch nicht sein. Er wälzt sich in großen weißen Wolken und Schwaden von Norden über die Felsen und kommt auch von Süden her auf in die Bucht zu. Nebel hatten wir ja auch auf dem größten Teil der Strecke von Roscoff durch den Chenal du Four nach Camaret, sollte das jetzt wieder so sein? Auf eine lange Nebelfahrt haben wir eigentlich so gar keine Lust….




Wir gehen trotzdem ankerauf und fahren zunächst bei sehr geringer Sichtweite aus der Bucht heraus, verlassen uns auf die Karten und den Plotter, halten aber natürlich auch sehr intensiv Ausschau.

Gleichzeitig sind wir dieses Mal aber auch völlig fasziniert von dieser Nebelfahrt: Die hohen Felsen neben uns tauchen mal mehr, mal weniger aus den Nebelschwaden auf und die Sonne zaubert von oben leuchtende Lichtbögen in die weißen Schwaden…wir fühlen uns, als wären wir nach Avalon oder in eine andere Märchenwelt versetzt.


Glücklicherweise löst sich der Nebel rechtzeitig vor dem Chenal du Four mit seinen vielen Seezeichen weitestgehend auf und wir können in der Morgensonne einen Teil der Strecke segeln. Am Ende des Kanals angekommen, ziehen sich die Wolken zu und es wird erst mal kühler und grauer….dafür haben wir oberhalb des Kanals aber deutlich mehr Strömung mit uns, können auch wieder segeln, kommen gut voran.








Wir ergattern abends im sehr lebendigen Hafen von L’Aber-Wrac’h noch einen Platz im Päckchen können einen Tag später sogar direkt am Steg liegen.




Hier waren wir bei der letzten Reise nur sehr kurz, auf der Durchreise zur Insel Ouessant und hatten nur den Hafen gesehen. Da wir es (noch) nicht eilig haben nach Osten und Norden zu kommen, beschließen wir, dort gleich ein paar Tage zu verbringen, um auch diese Gegend ein kennenzulernen. Dazu gibt es noch einen eigenen kleinen Bericht.
Ein Video zu dieser Etappe ist noch in Bearbeitung.

