06. September 2026 Leider scheint sich die Erkältung bei Heike eher festzusetzen. Wir wollen und müssen aber weiter, sollten die günstigen Wetterfenster für die Rückreise nutzen. Daher starten wir am Sonntag um die Mittagszeit, um die Strömung bestmöglich auszunutzen. Es verspricht ein „sanfter“ Segeltag, bei ablandigen Wind mit wenig Welle, zu werden. Wir erwarten eher zu wenig Wind oder zu achterlich. Heike hat schon einen Nudelsalat vorbereitet, damit nach der Ankunft, mit der wir eher so gegen 20 Uhr rechnen, das Abendessen schon bereit ist.
Aber wir werden angenehm überrascht. Der Wind kommt genau mit dem richtigen Winkel, damit wir mit einem angenehmen Amwindkurs auf dem glatten Wasser richtig „Speed“ aufnehmen können und die Strömung schiebt ordentlich mit. Die Segelbedingungen sind sogar so angenehm, dass Heike sich zwischenzeitlich immer mal unten im Salon ausruhen kann.
Kurz nach der Abfahrt aus dem Hafen von Le Havre passieren wir den kleinen Ort Sainte-Adresse und das Cap de la Hève und denken dabei an unseren Besuch in der Ausstellung „Claude Monet au Muma“ im Museum Malraux in Le Havre. Sowohl das Cap als auch der Ort sind Motive, mit denen sich Monet intensiv beschäftigte und in der Ausstellung konnten wir viele seiner bekannten Bilder aus seiner Zeit in Le Havre bewundern.


Wir passieren das Cap und den Phare d’Antifer und bekommen das erste Mal die Felsformationen von Étretat aus der Nähe zu sehen.



Wir segeln die gesamte Strecke ziemlich konstant mit 6 bis 7 Knoten und kommen gegen 18 Uhr bei schönstem Wetter in einem sehr leeren Hafen in Fécamp an. Es fühlt sich beim Rundblick am Besuchersteg irgendwie schon ein bisschen so an, als seien wir die letzten, die nach Norden fahren…
Wir genießen nochmal die schöne Abendstimmung im Hafen und lassen uns den Nudelsalat im Cockpit schmecken. Mal sehen, ob wir am Montag weiterkönnen.

