09. September 2026 Wir können leider am Montag, den 07. September nicht wie gedacht gleich weiterfahren, bei Heike ist die Erkältung schlimmer geworden und sie muss sich erst auskurieren. Daher bleiben wir gezwungenermaßen hier, ahnen aber schon, dass uns das bei den angesagten Winden nicht gefallen wird. Und nach den letzten Tagen hier in Fécamp steht für uns endgültig fest: wir lieben das Städtchen, zusammen mit der Steilküste und dem Strand ist es wahrscheinlich fast bei jedem Wetter einen Besuch wert.
Aber der Hafen selbst ist wirklich zum Abgewöhnen. Er ist leider schon bei sanftem Wind und Wetter nicht ruhig, durch die Gezeiten ist das Wasser immer in Bewegung. Bei schon mäßigen Winden aus Südwest, West oder Nordwest wird der ganze Hafen zu einem hin und her schwappenden, quirlenden Wasserbecken, das die Stege in Bewegung und alle Boote richtiggehend zum „Hüpfen“ bringt.

Die Marina, die Stege und Dalbenverbindungen bräuchten wirklich mal einen Refit. Die Sanitäranlagen sind eigentlich schön konzipiert und immer auch sauber, aber keiner hat wohl so richtig Lust, sich um die kleinen, aber notwendigen Reparaturen zu kümmern, manche Tür und mancher Riegel hängt schief in den Angeln und Vieles passt nicht richtig auf- und zueinander.
Das ständigen Bewegungen haben natürlich auch einen starken Einfluss auf die Geräuschkulisse im Hafen, an den Stegen und auch im Boot. Es ist ein größeres Kunststück, die Leinen so zu legen, dass das Boot möglichst wenig ruckt und die Leinen selbst möglichst wenig Geräusche in den Klüsen machen.
Alles so zu befestigen und zu verzurren, dass der Baum nicht knarzt, die Wanten oder Falle nicht schlagen und das Boot nicht auf den Steg und die Fender gedrückt wird (damit diese nicht quietschen). Das hat aber alles Grenzen, weil die Wellen und Wind häufig Stärke und Richtung ändern. Wirklich Ruhe haben wir nur, wenn wir von Bord gehen.
Von ruhigem Liegeplatz oder wirklich geschütztem Hafen kann also aus unserer Sicht keine Rede sein und wir haben wirklich kurz überlegt, ins Hotel umzuziehen.
Wir lassen ab hier die Bilder und Geräusche sprechen.
