14. Mai, von Boulogne-sur-Mer nach Dieppe

Den Schlag nach Dieppe könnten man durchaus als „Next Level“ bezeichnen. Bei der Ausfahrt aus der Rade von Boulogne-sur-Mer empfängt uns eine Welle, die wir bei den bisherigen Schlägen so noch nicht hatten und die uns erstmal sehr fordert. Die Wellen sind steil und kommen in kurzen Abständen, vermutlich noch verstärkt durch die Reflektion der Hafenmauer, an der wir noch einen Weile entlang segeln. Es wird etwas besser, sobald wir ins freiere Wasser kommen, aber fast den ganzen Tag lang wird Mariana regelmäßig stark und immer wieder sehr heftig von einer Seite auf die andere geworfen….da ist Konzentration auf Deck angesagt. Besonders herausfordernd ist es unter diesen Bedingungen auch, unter Deck zu gehen, es wird einem schnell schwummrig, da ist es trotz der weiter vorherrschenden Kälte (10 bis 12°) oben an Deck immer noch angenehmer.

50 Seemeilen liegen vor uns. Wir hatten noch überlegt, ob wir eventuell direkt nach Fécamp durchsegeln, das wären dann 75 Seemeilen, sind aber dann sehr froh, abends um ca. 19 Uhr in den Hafen von Dieppe einzufahren.

Hier mal ein Versuch, aus mehreren kurzen Videos per IOS-App einen Film zu erstellen, leider konnten wir die Musik nicht selbst wählen. Bitte beachten: aus den meisten Fotos oder Videos kann die eigentliche Wellenhöhe nicht dargestellt werden. 😉 P.S. der kleine Punkt, der am Anfang des Videos aus dem Wasser schaut, ist ein Seehund.

Bei der Ankunft werden wir mit einem fröhlichen Hallo von der Kaimauer aus von Frank und Corinna begrüßt, die mit ihrem Wohnmobil in der Gegend unterwegs sind und uns schon erwarten, das freut uns sehr.

Frank macht einige Aufnahmen von unserer Ankunft, das freut uns sehr, da wir ohne Drohne unterwegs sind und daher selten Aufnahmen aus anderen Perspektiven bekommen.

Beim Anschauen werden irgendwie die Verhältnisse zwischen Meer und Boot offensichtlich.

Und Corinna hat eine ordentliche Portion leckeren Kuchen für uns gebacken, wir sind hocherfreut dass die Versorgung erstmal gesichert ist, vielen Dank :)).

Der Kuchen passt gerade so in unsere zwei großen Proviantdosen :))

Nachdem alle Leinen fest und die wichtigsten Handgriffe erledigt sind, kommen die zwei auf ein Anlegerbier und eine kleine Besichtigung an Bord.

Gemeinsam gehen wir zum Abendessen direkt gegenüber vom Steg in eines der zahlreichen Hafenrestaurants. Der Abend wird sehr fröhlich bis auf die Tatsache, dass es für Andreas der letzte Abend an Bord ist, er wird am nächsten Morgen die Rückreise nach Hause antreten.

Und so geht am nächsten Morgen mit der Verabschiedung von Andreas auch ein erster Abschnitt unserer Reise zu Ende. Es war eine schöne und fröhliche gemeinsame Zeit, mit vielen eindrücklichen Erlebnissen. Dank Andreas’ ausgesprochen großer Vorliebe für Meerestiere haben wir zusammen die lokale Küche genossen und leckeren frischen Fisch (zum Teil direkt vom Fischer) zusammen zubereitet. Nicht zu vergessen, dass wir ohne ihn wohl nicht so schnell so weit gekommen wären. Vielen Dank, Andreas!

Dieppe