15. Mai

Wind und Wetter waren für heute noch einmal gut geeignet, um weiter in Richtung Bretagne zu segeln. Die nächsten Tage soll der Wind zunehmen und genau aus unserer Zielrichtung kommen. Wir hatten uns entschieden, diese Wartetage lieber in Fécamp als in Dieppe zu verbringen und sind deshalb gleich nach der morgendlichen Verabschiedung von Andreas aufgebrochen. Mit Corinna und Frank wollten wir uns dann am nächsten Tag in Fécamp wieder treffen.

Der Wind war moderat, es hat nicht bzw. kaum geregnet, und auch wenn wir viel hoch am Wind segeln mussten, war die Fahrt relativ angenehm. Da wir nicht bei Niedrigwasser in die Hafeneinfahrt von Fécamp wollten (es gibt da unterschiedliche Angaben, was die Wassertiefe betrifft) haben wir die letzten Meilen ziemlich langsam gemacht, Der Wind wurde ohnehin weniger, noch ein wenig die Segel verkleinert und schon hatten wir die Zeit bis zum gewünschten Wasserpegel überbrückt.

Die Einfahrt in den Hafen war überraschend einfach, weil der Strom, der hier mit bis zu 3 Knoten seitlich kommen kann, noch nicht richtig eingesetzt hatte. Überraschend war auch, dass der Anleger für Gastschiffe praktisch komplett voll war. Ein hilfsbereiter Franzose hat uns schließlich gewunken, uns einen freien Liegeplatz gezeigt und die Leinen angenommen. Sehr nett. Mittlerweile wissen wir auch, warum alles voll ist. Während der Renovierungen an einem anderen Steg haben sich die lokalen Fischer alle an den Gästesteg gelegt – und sind trotz Fertigstellung noch nicht wieder an ihre alten Plätze zurückgegangen.

Je näher an der Bretagne, desto größer der Tidenhub, desto steiler die Treppe bei Niedrigwasser…..

Unterwegs hatten wir auf MarineTraffic gesehen, dass KARL vermutlich auch in Richtung Fecamp unterwegs war. KARL lag vor einigen Jahren eine Saison neben MARIANA, seither kennen sich die beiden. Und wir kennen seither Silke und Hans, die diesen Sommer ebenfalls in die Bretagne unterwegs sind. Also war es Ehrensache, einen Liegeplatz für KARL zu reservieren. Heike hat ein „Reservé pour Karl“ Schild gemalt, das haben wir an den einzigen noch bzw. wieder freien Liegeplatz gehängt. Die Ankunft der beiden war erst für 23 Uhr zu erwarten, über unser AIS konnten wir pünktlich rausgehen, den beiden mit Taschenlampen winken und schließlich, gerade als der Wind plötzlich heftig aufbrieste, mit dem Entgegennehmen der Leinen helfen.

Nach einer kurzen Begrüßung (es hatte pünktlich zum Anlegen auch angefangen zu regnen) sind wir sofort in unsere Koje gefallen.

Von Dieppe nach Fécamp

2 Gedanken zu „Von Dieppe nach Fécamp

  • 17. Mai 2026 um 22:30 Uhr
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    Merci ihr beiden für das freihalten des Liegeplatzes und trotz der widrigen Bedingungen für die Hilfe beim Anlegen…wir hoffen wir können uns revanchieren. Silke + Hans SY Karl

    • 17. Mai 2026 um 22:35 Uhr
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      Lieber Hans, es war uns ein großes Vergnügen, das machen wir jederzeit gerne wieder :))

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