06. Juli 2026 Der Archipel der Glénan-Inseln vor der bretonischen Südküste hat uns aufgrund der Beschreibungen schon im Vorfeld magisch angezogen. Mit seinen schmalen, weißen Sand- und Felsinseln, umgeben von türkisblauem Wasser und kristallklaren Lagunen, wirken die Insel besonders am frühen Morgen oder am späten Abend wie eine Traumwelt und strahlen eine fast unwirklich anmutende Ruhe und Schönheit aus .

Der Archipel besteht aus neun Hauptinseln und Inselchen, die sich über eine karibisch wirkende Lagune verteilen . Die Inseln liegen etwa 15 km vor der Südküste des Finistère .

Quelle: https://bretagne-infos.de/orte-sehenswuerdigkeiten/iles-de-glenan

Auf den Glénan-Inseln gibt es weder Bäume, noch Geschäfte, noch Autos oder Fahrräder….aber eine weitgehend unberührte Natur mit weißen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser. Es gibt dort auch eine Segelschule und die Inseln werden von verschiedenen Fähren von Concarneau, Benodet oder anderen Küstenorten aus mit Touristen und Badegästen angefahren.

Wir fahren von Concarneau aus dorthin und brauchen für die Strecke 3 Stunden, unter Motor und segelnd, da wir uns für den ersten Besuch hier einen sehr windarmen Tag ausgesucht haben. Es ist auch ein sehr warmer Tag mit tiefblauem Himmel. Wegen unseres Tiefgangs und auch der vorausgesagten Windrichtung wählen wir die nördliche Bucht, hier liegen schon viele Segelboote. Wir lassen den Anker so weit wie möglich im Inneren der Bucht fallen, ankern auf 5-8m, je nach Tidenstand. Für uns ist es ein ungewohnt dichtes Ankern, manchmal ist das nächste Schiff nur wenige Meter entfernt, aber alles geht gut.

Wir starten nach der Ankunft recht bald zu einer Erkundungstour mit dem Dinghi und schauen uns dabei auch die Bucht „La Chambre“ an, die geschützteste Bucht des Archipels, in der wir aber aufgrund unseres Tiefgangs nicht ankern können. Wir gehen an Land und blicken von einer Düne aus über den Archipel. Durch die Inseln geht eine Strömung, die wir sowohl bei der Fahrt mit Motor, als auch später beim Schwimmen und rudern deutlich wahrnehmen können. Besonders faszinierend finden wir einen Teil des Strandes, der „La Chambre“ und die nördliche Bucht voneinander trennt. Nur bei Hochwasser überschwemmt das Meer auch diesen Teil der Bucht. Das scheint auch für viele der anderen Besucher hier eine große Faszination zu haben, denn sobald das Wasser wieder sinkt und der Weg zu erkennen ist, laufen die Menschen immer wieder langsam von einer Seite zur anderen.

Nach der Dinghitour (Film folgt noch) geht es dann vom Boot aus ins Wasser, zumindest für Heike. Bei 18 Grad kostet das zwar erst etwas Überwindung, aber mit dem neuen Neoprenanzug klappt es dann doch recht schnell und ist eine angenehme Erfrischung. Wir machen dabei auch Fotos, um den Zustand der Anoden am Saildrive zu überprüfen und zu schauen, ob der Propeller intakt ist, glücklicherweise ist alles in bester Ordnung, nur ein dünne Algenstränge haben sich verfangen, ein beruhigendes Gefühl.

Natürlich gibt es auch hier im Archipel viel zu sehen und zu fotografieren, besonders ein Rahsegler, der sich malerisch vor einen Felsen gelegt hat, bietet ein tolles Motiv.

Später essen wir zu Abend und genießen dann den fantastischen Sonnenuntergang über dem Atlantik, der gar nicht zu Ende gehen will, selbst fast um Mitternacht ist immer noch ein Streifen zarten Rottönen im Westen zu sehen.

Bei den meisten Yachten kehrt jetzt auch Ruhe ein, man hört die Schreie der Seevögel auf den Felsen und wird ganz sanft vom Wasser geschaukelt. Als es dann richtig Dunkel ist, entsteht ein bezauberndes Bild, als ein Ankerlicht nach dem anderen angeht, es sieht aus wie ein zweiter kleiner Sternenhimmel, der sich im Wasser spiegelt.


Wir verbringen eine wunderbar ruhige Nacht. Am nächsten Tag wollten wir eigentlich wieder in einen Hafen, aber da die Vorhersage nur eine geringfügig unruhigere Nacht verspricht, beschließen wir noch einen Tag im Inselparadies zu bleiben.

Der nächste Tag vergeht auch auch wieder sehr entspannt mit lesen und baden. Heike macht rudernd Badeausflüge mit dem Dinghi zu zwei verschiedenen Sandstränden und auch Tom macht später am Tag nochmal eine Rudertour.

Heike baut sich an diesem Abend ein Bett auf der Cockpit-Bank, um noch eine Weile das Draußen und den Sternenhimmel zu genießen…..


Nach der zweiten Nacht gehen wir dann aber Anker auf, machen noch einen kurzen Smalltalk mit einem anderen deutschen Schiff, dann geht es bei absoluter Windstille und strahlendem Sonnenschein unter Motor nach Saint-Marine in das Flusstal des Odet.

Die Îles des Glénan

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