29. Juni bis 05. Juli 2026 Das schöne Wetter begleitet uns in Concarneau weiter, der Sonnenschutz in Form eines großes Tuches, dass wir aufspannen, wird fast täglich benötigt und wir verbrauchen massenweise Sonnencreme.
Die Marina ist gut gepflegt, die sanitären Anlagen zwar gemischt für Männlein und Weiblein, aber stets sehr sauber. Wir schauen von unserem Cockpit aus direkt auf die Mauern der Ville Close, dem Markenzeichen von Concarneau. Die mittelalterliche Anlage war bereits 1050 von Mönchen besiedelt, die Häuser auf dieser kleinen Granitinsel besaßen. Sie gründeten dort eine Kirche, um die herum die Stadt entstand.
Am ersten Tag erkunden wir zunächst die Gegend in der Nähe der Marina, die Fußgängerzone und die Ville Close, laufen über die Remparts – die Stadtmauer der Ville close, dabei bieten sich uns schöne Einblicke in die Straßen und Ausblicke auf Hafen und Yachthafen. Das Innere der Ville close ist zum Teil bewohnt, aber auch stark touristisch geprägt, neben Souvenirläden finden sich kleine Restaurants, Dekoläden und Boutiquen.















An der Hafenpromenade finden wir Bars und Restaurants, auch die „Les Halles“ mit einem täglichen überdachten Markt sind schnell zu erreichen, sodass wir uns recht bequem mit dem morgendlichen Baguette, mit frischem Fisch und leckeren Törtchen zum Kaffee versorgen können. Gleich dort um die Ecke gibt es auch einen kleinen Carrefour und einen Bio-Coop, einfach super, wenn man kein Auto zum Einkaufen hat. Wir schlendern auch um den alten Hafen und den zu Fischabschlaghallten und kaufen bei der Gelegenheit im Marina-Laden einen neuen Stufenfender, da der alte leider schon den Geist aufgegeben hat.

Außerdem ergattern wir um die Mittagszeit in der kleinen und etwas versteckt in zweiter Reihe gelegenen, aber sehr charmanten und extrem gefragten Crêperie Le Petit Chaperon Rouge den letzten freien Platz im Innenraum und lassen uns dort leckere Galettes schmecken….ein uns inzwischen sehr lieb gewordener Mittagsimbiss.

Vom Touristenbüro haben wir einen Stadtplan und Vorschläge für Rundtouren und viele andere hilfreiche Tipps bekommen, auch die Buslinien ins Umland fahren direkt in der Nähe des Büros ab. Am nächsten Tag packen wir daher die Klappräder aus und machen eine kleine Fahrradtour. Auch um Concarneau herum ist es sehr hügelig und wir schnaufen einige steile Straßen hinauf bis zu einem Baumarkt, in dem Tom einen 10 Liter- Kanister ergattert…wir brauchen Diesel und die Tankstelle in der Marina scheint uns sehr wenig in Benutzung zu sein, sodass wir einen Ersatzkanister Diesel lieber an einer normalen Tankstelle kaufen wollen, um uns keine Dieselpest einzuhandeln. Dann geht es weiter bergauf zu einem Restaurant, das im Internet als Crêperie verzeichnet war, die ganztägig geöffnet hat….ein Seltenheit in der Bretagne vor der Hauptsaison. Leider haben wir „fast“ umsonst geschwitzt…das Restaurant hat zwar geöffnet, aber der Koch wird erst am Abend wieder zum Dienst erscheinen. Aber man serviert uns sehr freundlich Kaffee, Eis und Wasser. Frisch gestärkt geht es dann wieder Richtung Concarneau, verbunden mit einem kleinen Abstecher zum Château de Keriolet, das in einem kleinen, schattigen Park im Nordosten von Concarneau zu besichtigen ist. Eine Führung machen wir nicht mit, sind aber sehr beeindruckt von der Architektur und dem Park mit riesigen Hortensiensträuchern.




Am Donnerstag machten wir uns zu einem Busausflug nach Quimper, der Hauptstadt der Cornouaille, ins Innere der Bretagne. Dazu wird es noch einen eigenen Artikel geben.
Am Freitag verbrachten wir einen fröhlichen Tag zusammen mit Anke und Norbert, die ihren Sommerurlaub in der Bretagne verbringen. Wir schlenderten zusammen über den großen Wochenmarkt und auch eine Bootsbesichtigung auf der Mariana durfte nicht fehlen.


Für den nächsten Tag verabredeten wir einen gemeinsamen Ausflug ins benachbarte Pont-Aven, aßen gemeinsam zu Abend und spazierten danach auf der Suche nach einem Eis zusammen durch die Ville Close. Auch hierzu wird es noch einen eigenen Artikel geben.
Wir möchten an dieser Stelle an Anke und Norbert noch ein großes DANKE SCHÖN richten, da sie uns einen Großeinkauf beim hiesigen Leclerc-Supermarkt ermöglichten, sodass wir unsere Vorräte, besonders Milch und Getränke, wieder aufstocken konnten, ohne über immer wieder über längere Strecken schwer tragen zu müssen. Mit Engelsgeduld machten sie dann auch noch mit uns beim Decathlon halt, da wir uns nun doch entschieden hatten, uns Neoprenanzüge zuzulegen, um eventuell für einen notfälligen Tauchgang unter das Schiff gerüstet zu sein.
Am Sonntag starteten wir nachmittags zu einer Radtour zu gegenüberliegenden Hafenseite mit Spaziergang auf dem Zöllnerpfad zum Teil durch wunderschöne schattige Waldstücke fast bis zum Plage du Porzou.






Am Montag wagten wir dann doch das Tanken an der Tankstelle im Hafen und brachen dann Richtung Îles de Glénan auf.

