10.. August 2026
In Roscoff bleiben wir einige Tage. Das Wetter ist weiterhin schön, ganz anders als vor fast 2 Monaten als wir hier für 2 Wochen aufgrund des ungünstigen Windes bei Kälte und Regen auf die Weiterfahrt gewartet haben.
Die gut ausgestattete und vergleichsweise neue Marina Roscoff bietet uns die Möglichkeit, mal wieder zu waschen. Die langen Wege sorgen dafür, dass das gleich wieder einige Stunden dauert. Heike verbringt viel Zeit mit dem Bearbeiten der Bilder und Artikel für den Blog und nutzt die Gelegenheit, gleich zweimal zum nahegelegen Strand von Traon Erc’h baden zu gehen. Auch auf dem Schiff wird dies und das repariert oder gebastelt.

Am Freitag werden wir (wieder mal) vom Hafenmeister aufgefordert, uns auf einen anderen Liegeplatz zu verlegen. Der Eigentümer für diesen Platz kommt zurück und wir werden nun endgültig in den Gastliegerbereich verwiesen. Man ist „desolé“ ob des Irrtums zur Verfügbarkeit der Box ;-).
Auf einem Plakat hatten wir von einem Musikfest in der Stadt gelesen, so gehen wir am Freitag Abend zum Le fest-noz de l’association Ar Boutou Nevez. Die Namen der Gruppen Taouarh, Gwaskidoù, et Quenet Claudie & Margo Ar Wernvsagen uns natürlich nichts, aber die Musik macht Spaß und ein großer Teil der Festbesucher fasst sich an den Händen und legt los. Mit einer wohl recht traditionellen Tanzweise bewegen sich hundert oder mehr Menschen in einer Schrittfolge und Armbewegungen, die wir schon beim Umzug in Quimper gesehen hatten.
Auf dem Rückweg von Roscoff in unsere Marina machen wir noch einen kleinen Umweg über die Chapelle Sainte Barbe, wo wir wieder einmal einen spektakulären Sonnenuntergang erleben dürfen.


Und auf dem Heimweg auf dem Küstenpfad statteten uns noch Fledermäuse einen Besuch ab.
Samstag ging es dann weiter. Wir hatten uns entschieden, mal wieder zu ankern. Dafür sind wir von Roscoff aus etwa 5 Meilen bis in die Bucht von Morlaix, bei der Halbinsel Penn al Lann/Carantec gesegelt.

Mit Blick auf das Château du Taureau, auf den Phare de l’île Noire rechts davon und auf die Île Louet links davon, deren Leuchtturmwärterhaus angeblich mittlerweile als Ferienwohnung vermietet wird, haben wir die riesige Bucht ganz für uns allein und liegen dank der Windstille sehr ruhig.




Da Sonntag angeblich Wind sein soll, dann aber erst mal wieder nicht, entscheiden wir uns am Sonntag in Richtung Tréguier zu fahren. Naja, das mit dem Wind muss der Wetterbericht noch üben. Wir konnten gerade mal ein Drittel der Strecke segeln. Ansonsten lief der Motor. Dafür hatten wir auch auf dieser Fahrt wieder wunderschöne Erlebnisse mit Delfinen, die uns mehrere Male über längere Zeit und zeitweise auch in größeren Gruppen besuchten. Was für eine Freude!!

Wir konnten zum Abschluss sogar wieder ein Stück den Fluss hoch segeln, fuhren jedoch nicht bis zur Marina in Tréguier, sondern nur bis zu der uns schon bekannten Bucht vor dem Manoir de Kestellic. Hier ist diesmal richtig Betrieb, fünf andere Schiffe sind schon da. Auch wir werfen den Anker und verbringen auch hier wieder eine sehr ruhige Nacht, in wunderschöner Flussatmosphäre.

Am nächsten Vormittag sind wir dann die verbleibende Meile bis zur Marina Tréguier gefahren und haben in der zwar vollen, aber nicht übervollen Marina einen schönen Platz erhalten.

Immer wieder wunderschön, eure Bilder und Videos zu sehen. Die Buchten und die Delphine sind ein Traum!
Genießt jeden Augenblick!
Wir „reisen“ weiterhin mit euch.
GlG,
Guido und Tanja
Hallo Ihr Zwei, das freut uns sehr :))), vielen herzlichen Dank und ganz ganz liebe Grüße!!
T&H