Die letzte Nacht in Camaret-sur-Mer verbringen wir vor Anker. Der Wind passt für die Badebucht, direkt vor der Stadt. Dort liegen wir für die Nacht nicht ganz so ruhig wie erwartet, aber wir können mal wieder Ankeratmosphäre genießen.

Am nächsten Morgen ist es diesig, die Sonne ist nicht zu sehen. Dafür weht ein angenehmer Wind und wir machen uns auf den Weg in die nächste große Bucht. Es wird endlich mal wieder ein richtiger Segeltag. Wir müssen nur einen kleinen Holeschlag (Umweg, um gegen den Wind zu segeln) machen und sind so nach rund 20 Seemeilen und 4 Stunden schon in Morgat.

Im Hintergrund der Rocher du Lion

Wir ankern direkt vor Felshöhlen an dem riesigen Sandstrand, für beides ist Morgat bei Touristen beliebt.

Mariana vor dem Pointe des Grottes in Morgat
Mariana vor dem Pointe des Grottes in Morgat

Da auch Karl schon hier vor Anker liegt, beschließen wir gemeinsam mit unseren Dinghis zum Abendessen in den Ort zu fahren. Als es los geht, kommen Hans und Silke zu uns rüber gefahren und machen den Dinghimotor kurz aus um auf uns zu warten. Einen Moment später starten wir unseren Motor, aber der von Hans will nun nicht mehr anspringen. Zwischenzeitlich haben auch wir den Motor ausgemacht, weil der Lärm so nervt und probieren dies und das um Hans‘ Motor zum Laufen zu bekommen. Geht nicht. Naja, dann ziehen wir die beiden eben mit unserem Dinghi zurück zu Karl oder sogar bis ans Ufer. Aber nun will auch unser Motor nicht mehr anspringen. Keine Chance. Die Stimmung kippt etwas 🙁

Da die Entfernung zum Dinghi Anlegeplatz zum Rudern viel zu weit ist (und gegen den Wind), bleibt also nur noch, den Ausflug abzusagen und an Bord zu kochen…

Übrigens sind beide Motoren am nächsten Tag wieder gelaufen.

Und damit konnten wir dann einen Ausflug mit dem Beiboot zu den berühmten Felshöhlen machen. Es gab kaum Wellen, und so konnten wir bis fast in die Höhlen fahren. Ganz rein haben wir uns nicht getraut, es ist recht eng und natürlich können überall unter Wasser Felsen lauern. (Mehr dazu im nächsten Beitrag 😉

Später an diesem Nachmittag wollen wir uns in den Hafen verlegen. Wir müssen Strom und Wasser tanken, wollen uns den Ort auch mal zu Fuß ansehen.

Dass die Tiefe bei der Ansteuerung knapp ist war klar, aber leider sind wir in der vermeintlichen Fahrrinne direkt auf Grund aufgelaufen. Ein entegenkommender Segler rief uns noch zu, wir sollten die rote Tonne beachten. Haben wir doch? Naja, leider sind in den Seekarten (Shom, Navionics, Cmap, NV, Garmin) nur zwei rote Tonnen aufgeführt. Und die Revierführer warnen ausdrücklich davor, in das flache Wasser nördlich der schmalen Fahrrinne zu geraten. Der helfende Segler hat uns auf die rostige, runde Boje aufmerksam gemacht. Diese ist offensichtlich eine dritte rote Tonne die hier jeder kennt, und die das Fahrwasser weiter nördlich verlegt.

Da wir immerhin klug genug waren, bei dem knappen Wasserstand bei auflaufendem Wasser in den Hafen zu fahren und der Meeresgrund aus Sandboden besteht, ist das ganze Abenteuer ohne weitere Schäden ausgegangen.

Und so konnten wir den Nachmittag noch ein wenig Morgat anschauen und unser Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants an der Promenade einnehmen.

Von Camaret zum Ankern vor Morgat

2 Gedanken zu „Von Camaret zum Ankern vor Morgat

  • 23. Juni 2026 um 19:23 Uhr
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    Ich habe es endlich mal wieder geschafft, mich auf den neuesten Stand bei Eurer Reise zu bringen. Klingt ja teilweise echt spannend. Recht weit seid ihr ja auch schon gekommen. Zumindest scheint ihr ja nicht unter der grossen Hitze zu leiden, die wir gerade haben.
    Weiter viel Spaß

    • 23. Juni 2026 um 22:59 Uhr
      Permalink

      Hallo Kuddel, schön dass Du vorbei schaust. :))
      Diese Woche ist es bei uns auch ziemlich heiß, 38 Grad hatten wir gestern.
      Liebe Grüße aus Audierne!!

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