16. bis 21. September 2026 Wir müssen hier zunächst wieder eine Weile auf das nächste Wetterfenster warten. Wir haben und den Brugse Zeil- en Yachtclub dafür ausgesucht, weil die Marina außergewöhnlich gute Sanitäreinrichtungen hat uns auch die gepflegten und stabilen Stege und die Internetverbindung nichts zu wünschen übrig lassen. Die Umgebung ist allerdings schon zu großen Teilen von der Geräuschen und der Atmosphäre des großen Seehafens geprägt, einige hundert Meter entfernt legen in regelmäßigen große RoRo-Schiffe (Roll on Roll off) an, die bewegliche Güter im RoRo-Verfahren transportieren. Die Ladung wird mit ordentlichem Gerumpel auf das Schiff gefahren und da es große Schiffe sind, dauert das auch jedes Mal eine ganze Weile. Daher sind wirklich ruhige Momente in diesem Hafenbecken eher selten.

Auf der anderen Seite gibt es rund herum auch Wohngebiete, eine Einkaufszeile mit kleinen Geschäften, Friseuren, einem Fischgeschäft und Restaurants und ebenso fußläufig einen Supermarkt und Tramhaltestellen. Die Küstentram fährt tagsüber je nach Zeitraum alle 10, 15 oder 20 Minuten für drei Euro pro Fahrt von Knokke-Heist an der belgischen Grenze bis nach De Panne an der französischen Grenze. Das nutzen wir, um uns Knokke-Heist anzuschauen und auch Blankenberge, das wir bisher immer nur im Vorbeisegeln gesehen hatten.

Auch das Deck können wir jetzt endlich mal wieder vom Staub der letzten Wochen und Monate befreien. In Frankreich war das wegen des Wassermangels verboten aber hier bietet sich nun endlich ausreichend die Zeit und Möglichkeit dafür. Schön, wenn man endlich wieder sieht, dass unser Boot eigentlich weiß ist. 😉

Außerdem wird im Schiff mal wieder richtig aufgeräumt und dabei auch die Logge von ihrem Biotop befreit, die nun hoffentlich wieder ihren Job erledigt und uns sagt, wie schnell wir durch’s Wasser fahren.

Einmal Wäsche waschen steht auch noch auf dem Programm.

Freitags geht’s zum Sightseeing nach Knokke-Heist, am Samstag kocht Heike einen Reissalat für den langen Segeltag am Montag vor und es gibt abends ein leckeres Fischessen.

Am Sonntag fahren wir mit der Küstentram nach Blankenberge und erkunden bei viel Wind aber auch schön warmer Sonne das typisch belgische Küstenstädtchen. Sind dann rechtzeitig zurück in Zeebrugge, damit Tom seinen am Vortag vereinbarten Friseurtermin wahrnehmen kann.

Und abends bereiten wir uns auf die nächste lange Etappe nach Scheveningen vor, am Montag um 5 Uhr wird der Wecker klingeln.

Wartezeit in Zeebrugge