28. bis 30. September 2026
Schweren Herzens werfen wir am Montag am späten Vormittag die Leinen vom Marker Wadden los. Es ist ein schöner Spätsommertag, wir können mit dem sanften Wind noch einmal sehr schön in Richtung Schleuse segeln. Schon von weitem ist der Funkturm neben unserer Mariana (aka „Lelyturm“) zu sehen. Ein deutliches Zeichen, dass wir am Ende der Reise angekommen sind.
So geht es durch die „letzte Schleuse“ und die „letzte Brücke“. Dabei ist heute viel Verkehr. Die Berufsschiffe fahren ständig in und aus den beiden Schleusenbecken, und erst nach einer längeren Wartezeit dürfen auch die Sportboote mit einfahren. Dabei sind wir mittlerweile so viele, dass die Segelboote in der Schleuse im Päckchen festmachen müssen. Aber zum Glück alles sehr entspannt, sicherlich auch weil der leichte Wind die Manöver sehr erleichtert.
Wir fahren erst mal an unserer Marina vorbei, eine Seemeile weiter ist die Flevo Marina, dort tanken wir voll. Als wir damit fertig sind, ist der Himmel dunkel geworden und kündigt baldigen Regen an. Also verzichten wir auf die geplante Kaffeepause auf der Terrasse des Hafenrestaurants und machen uns direkt auf den Rückweg zu unserer Marina. Wir geben unterwegs auch noch mal etwas mehr Gas, denn der Regen kommt immer näher. Unser Liegeplatz ist leer, und wir fahren auch nach 5 Monaten wieder unser übliches Anlegemanöver. Kaum haben wir die Leinen festgemacht, fängt es auch schon an zu regnen.
Am Nachmittag beschließen wir, die ohnehin nassen Segel nochmal mit Wasser abzuspritzen. In den 5 Monaten auf Nordsee und Atlantik hatten wir ja praktisch keinen Regen und entsprechend sind die Segel voll mit Salzablagerungen. Wie geplant bleibt es windstill, und wir können die Reinigung noch mit einem Regenschauer vervollständigen.
Am nächsten Tag, dem Dienstag heißt es packen, packen, packen und putzen. Dann alles in den Bollerwagen und die (gefühlt) immer länger werdende Strecke zum Auto zu verfrachten. Unser Auto stand übrigens für uns auf dem Parkplatz bereit, ein ganz besonderer Freundschaftsdienst!
Am Mittwoch dem 30.09. werden dann die letzten Arbeiten gemacht, eigentlich wie nach jeder Segeltour, ob 3 Tage oder 5 Monate: Kühlschrank abtauen, letzte Lebensmittel einpacken, durchsaugen, Bad putzen, alles abschalten und alles dabei?
Kurz nach Mittag sitzen wir im Auto und fahren in Richtung Eltville. Wir werden im Oktober noch einmal wiederkommen, um dann die Segel abzuschlagen, und die Sachen mitzunehmen, die diesmal nicht mehr ins Auto gepasst haben.












