Für den 27. und den 28. Mai ist extrem wenig Wind angekündigt. Daher beschließen wir, diese Tage in Tréguier zu verbringen, sie sollen hochsommerlich warm werden. Wir laufen in der Hitze den steilen Berg hinauf ins Zentrum zur Basilika St-Tugdual, um in unserer Lieblings-Crêperie Ker Lipous einen leckeren Galette oder Crêpe zu genießen. Leider hat sie zunächst wegen der Hitzewelle geschlossen, glücklicherweise gibt es nebenan aber leckeres hausgemachtes Eis, sodass wir zumindest nicht ganz umsonst gekommen sind. Am nächsten Tag ist die Crêperie glücklicherweise wieder geöffnet (obwohl es aus unserer Sicht fast genau so heiß ist 😉 ) . Die Speisen und Getränke dort sind wirklich etwas Besonderes und die Eigentümerin noch dazu, sie spricht, zumindest mit uns, gerne auch mal fließend deutsch, wir vermuten aber, nur wenn sie gut gelaunt ist.

Wir mögen diesen Hafen und das kleine Städtchen mit seiner teilweise noch mittelalterlichen Stadtstruktur und seinen gepflegten kleinen Häusern sehr. Der große, in die Stadt eingebettete Friedhof mit seinen vielen, teilweise schon sehr alten Grabsteinen und Kreuzen ist sehenswert. Auch der Anblick des weiten Flusstals, den wir direkt von unserem Cockpit aus vor uns haben, versetzt uns immer wieder in Erstaunen über die Schönheit dieses Fleckchens. Besonders abends können wir stundenlang dem Wechsel der Farben auf dem Wasser und am Himmel zuschauen. Um uns herum zwitschern die Vögel und im Wasser kann man immer wieder Schwärme von Aalen im klaren Wasser beobachten. Das Spiel der Gezeiten, die vom Meer fünf Seemeilen aus entfernten Meer aus den Flusslauf füllen, ist immer wieder beeindruckend. Wenn wir können, kommen wir gerne wieder her.

Zwei Sommertage in Tréguier

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