29. Juni
Unsere Fahrt von Audierne nach Concarneau beginnt eigentlich schon am Abend zuvor, denn aufgrund der Wassertiefe in der Flußmündung können wir nicht bei Niedrigwasser losfahren. Statt am nächsten Morgen ganz früh loszufahren zu müssen, entscheiden wir uns den Hafen am Abend bei Hochwasser zu verlassen und die Nacht in der Bucht vor Audierne zu ankern. Zunächst sind wir das einzige Schiff am Ankerplatz, etwas irritierend angesichts der doch eigentlich perfekten Windvorhersage. Doch dann kommen recht bald noch weitere Segelboote aus dem Raz de Sein an und das Ankerfeld füllt sich. Und dann bekommen wir auch einen ganz besonderen Besuch von einem Delphin. Aber das beschreiben wir in einem extra Artikel…
Die Fahrt nach Concarneau am nächsten Morgen verläuft angenehm ereignisarm. Bei sonnigem Wetter müssen wir erst einige Stunden motoren, dann kommt Wind auf und wir setzen den Genaker. Der Schwell vom Atlantik hebt uns, kaum dass wir die Ankerbucht verlassen haben, langsam auf und ab. Immerhin jedesmal rund zwei Meter. Dabei werden wir immer wieder von Delphinen besucht, mal einige wenige die nur kurz „Hallo“ sagen, mal werden wir eine ganze Weile von einer Delphinschule begleitet und die Tiere schwimmen und springen munter um MARIANA. Kurz vor der Ansteuerung nach Concarneau müssen wir den Genaker mit viel Kraft bergen, nur noch mit dem gerefften Vorsegel sind wir schnell genug.







Die Marina von Concarneau erweist sich als (noch) nicht so voll wie befürchtet bzw. in den Revierführern beschrieben. Der Hafenmeister weist uns einen Platz in einer Box für kleine Boote zu wir liegen hier sehr gut, direkt vor den eindrucksvollen Mauern der historischen Ville Close.

